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Die Welpenzeit

Im Zusammenleben mit einem Welpen sind – genau wie bei einem Kleinkind – einige Dinge zu beachten. Einiges ist bereits unter "Der erste Tag" beschrieben.

Ein kleiner Hund kann während einer Mahlzeit nur sehr wenig Futter aufnehmen, so dass in der Anfangszeit (je nach Gewöhnung beim Züchters) mindestens drei und bis zu fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt angeboten werden sollten. Anfangs sollte der Welpe mit dem gleichen Futter versorgt werden, welches er beim Züchter bekommen hat, da Futterumstellungen in den ersten Wochen nicht anzuraten sind und erst nach der Eingewöhnungsphase und bei Bedarf vorsichtig erfolgen sollten.

Welches Futter für Ihren Vierbeiner das Richtige ist, das ist eine Glaubensfrage. Trockenfutter und Nassfutter für Welpen enthalten alle wichtigen und vor allem notwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, die der kleine, sich im Wachstum befindliche Körper benötigt. Eine Zufütterung ist nicht notwendig. Jedoch gibt es bei Fertigfutter starke Qualitätsunterschiede, so dass sich eine umfangreiche Recherche wirklich lohnt. Dabei sollte man beachten, dass der Hund ein Fleischfresser ist und getreidelastige Produkte im späteren Leben oftmals zu Futtermittelunverträglichkeiten führen.

Entscheiden Sie sich für BARF (biologisch artgerechtes rohes Futter) oder Selbstgekochtes, ist es unabdingbar, sich ausreichend mit der Materie zu befassen und Hilfe durch Experten ist anfangs angeraten. Ernährt man seinen Welpen auf Frischfutterbasis, muss man unbedingt sicherstellen, dass das Futter ausgewogen und vor allem mit den notwendigen Mineralien, Nährstoffen und Vitaminen angereichert ist, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Diese Art der Fütterung ist sehr anspruchsvoll und nicht unbedingt für Hundeanfänger geeigent.

Von der vegetarischen oder gar veganen Ernährung eines Bolonkas ist abzuraten, da diese Ernährungsweise nicht artgerecht ist!

Nach der Fütterung sollten Sie dem Welpen sofort die Möglichkeit des Lösens anbieten und anschließend für eine Ruhephase sorgen, da auch kleine Rassen von einer gefährlichen Magendrehung nicht unbedingt verschont bleiben oder aber der Welpe das Futter wieder erbricht. Bitte achten Sie darauf, dass immer frisches Wasser zur Verfügung steht.

Die erste Erziehungsarbeit mit Ihrem Welpen besteht wahrscheinlich in der Sauberkeitserziehung. Dazu muss dem Hund engmaschig die Möglichkeit gegeben werden, sich an der vom Halter gewünschten Stelle zu lösen. Mindestens sollte dies nach jeder Futtergabe, nach jedem Schlafen oder Spielen erfolgen. Seien sie dabei geduldig, denn ein Welpe ist noch nicht in der Lage, seine Blase zuverlässig zu kontrollieren. Dabei ist zu beachten, dass Spaziergänge nicht über die Maßen ausgedehnt werden. Als Richtwert gilt: 1 Minute pro Lebenswoche pro Spaziergang. Es ist wichtig, dass sie dem Welpen diese Grenze setzen, denn die kleinen Kerle überschätzen sich oftmals und finden kein Ende, so dass es schnell zu einer Überforderung kommen kann.

Auch gibt es die Möglichkeit, eine Welpenspielstunde zu besuchen. Grundsätzlich sollten Sie dafür einen vollständigen Impfschutz des Welpen vorweisen können und der Kleine sollte sich in seinem neuen Zuhause bereits eingelebt haben. Diese Besuche bieten dem Welpen die Möglichkeit, den Umgang mit Artgenossen gleichen Alters kennenzulernen und zu üben, was für die gesunde Entwicklung und das spätere Sozialverhalten von enormer Wichtigkeit ist. Führen Sie Ihren Welpen schrittweise an möglichst viele verschiedene Dinge des täglichen Lebens heran. Hier einige Beispiele: Begegnung mit Artgenossen unterschiedlichen Alters und Größe, Katzen, Hühner, Enten, Kinder, Radfahrer, Jogger, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Brücken, Menschenansammlungen, öffentliche Verkehrsmittel, Stadtbesuche etc. Dabei sollte immer beachtet werden, dass der Welpe keiner Reizüberflutung ausgesetzt ist und nicht überfordert wird.

Im täglichen Zusammenleben sollte man auch darauf achten, dass der Welpe keine Treppen läuft und nicht von hohen Gegenständen, wie Sofa oder Bett springen darf. Das Skelettsystem ist noch nicht vollständig verknöchert, Wachstumsfugen noch nicht geschlossen. So können Sprünge dieser Art schwerwiegende Verletzungen nach sich ziehen und zu Spätfolgen, wie z. B. Patella-Luxation führen.

Nach dem Einzug Ihres Welpen sollten Sie beim Tierarzt Ihrer Wahl vorstellig werden. Zum einen, damit der Veterinär das Tier kennenlernt, zum anderen, dass dem Welpen Tierarztbesuche im Notfall nicht völlig fremd sind. Mit dem Tierarzt sollte dann das Impfschema der nächsten Wochen, die Möglichkeiten der Parasitenvorsorge sowie Entwurmungsintervalle besprochen werden. Auch hier lohnt es sich, sich vorher genau zu informieren, um gegebenenfalls einer Diskussion gewachsen zu sein, da sich nicht jeder Tierarzt nach den neuesten Erkenntnissen richtet oder verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufzeigt.

Welpen möchten den ganzen Tag spielen und kennen ihre Grenzen nicht, so dass ein Eingreifen mitunter notwendig ist, wenn der kleine Kerl völlig überdreht. Hat der Welpe endlich in den Schlaf gefunden und davon braucht er noch sehr viel, ist es wichtig, dass er in Ruhe gelassen wird.

Leben Kinder in der Familie, ist darauf zu achten, dass der Hund eine Rückzugsmöglichkeit hat, die auch von den Kindern respektiert wird. Spielen und Kuscheln ist wunderschön, aber bitte auf dem Boden, denn die Gefahr, dass der Welpe herunterfällt, besonders wenn er übermütig kratzt und kneift, sich windet oder das Kind erschrickt, ist sehr groß und kann zu gravierenden Verletzungen führen.

Wenn Sie den Welpen hochheben, greifen Sie bitte unbedingt unter die Brust. Da der Bolonkawelpe sehr klein ist, passt er so fast auf Ihre Hand. Wenn nicht, unterstützen Sie, indem Sie mit der anderen Hand unter das Gesäß fassen. Heben sie den Hund niemals an den Vorderbeinen, im Genick oder unter die Vorderbeine greifend (wie bei einem Baby) hoch!

Spielen Sie mit Ihrem Welpen, dann sollten Sie Zerrspiele vermeiden, da im schlimmsten Fall Zähne herausreißen oder sich gar der Kiefer verformen könnte. Grundsätzlich gilt, dass immer der Hund den Zug bestimmt! Nutzen Sie niemals Steine zum Spielen und beachten Sie, dass sich von Stöcken kleine Holzstücke lösen und zwischen den Zähnen stecken bleiben können. Auch kann sich der Welpe den Stock in den Rachen rammen, was zu schwerwiegenden Verletzungen führen kann. Ebenfalls sollten Bälle nicht zu klein sein, so dass sie nicht aus Versehen verschluckt werden können. Da Welpen die Beißhemmung erst noch erlernen müssen, sind Quietschtiere mit Vorsicht zu genießen, da das Quietschen normalerweise ein Abbruchsignal (Schmerz) darstellt. Der Welpe lernt, dieses Zeichen zu missachten – sehr zum Leidwesen des Halters.

Der Transport eines Hundes im Auto ist gesetzlich geregelt. Ist der Welpe auch noch so süß, ist darauf zu achten, dass er richtig gesichert ist. Am geeignetsten hierfür ist eine Box. Bedenken Sie, dass ungesicherte Hunde selbst in Gefahr sind und auch eine Gefahr für Sie und Ihre Familie darstellen, da der ungesicherte Hund bei einer Vollbremsung in hohem Tempo durch das Auto fliegt.

Auch sind Bolonka-Welpen sehr klein. Ein falscher Schritt kann unter Umständen bereits den Tod für Ihren Zwerg bedeuten. Auch ein Einklemmen in Türen, wie z. B. der Autotür, führt nicht nur zu gebrochenen Ruten, sondern auch zu anderen schwerwiegenden Verletzungen, bis hin zum Tod. Am besten gewöhnt man sich während der Welpenzeit daran, dass ein kleines quirliges Familienmitglied Einzug gehalten hat und schaut einmal mehr hin, bevor man z. B. eine Tür schließt, denn eines ist sicher – der neugierige kleine Kerl ist immer dort, wo man ihn nicht erwartet.

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