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Rassegeschichte

Die genaue Geschichte der Bolonkas ist nur schwierig nachzuvollziehen, da es viele verschiedene Aussagen und Quellen gibt und niemand wirklich weiß, welche Informationen nun letztendlich den Tatsachen entsprechen. Einige Interessierte haben jedoch versucht, den Werdegang dieser liebenswerten Rasse darzustellen.

Sicher ist, dass der Bolonka Zwetna - russischer Name Tsvetnaya Bolonka - ursprünglich aus der ehemaligen Sowjetunion, wahrscheinlich aus dem damaligen Leningrad (Sankt Petersburg) stammt.

In der UdSSR gab es nur sehr wenige "landeseigene" Züchtungen von Schoßhunden, z. B. den Russischen Toy Terrier und eben den Bolonka Zwetna. Der Tsvetnaya Bolonka soll aus dem Bolonka Franzuska - der reinweißen Version - unter gezielter Einkreuzung von z. B. Shi Tzu, Malteser, Lhasa-Apsos, Toy Pudel, französischem Bologneser, Pekinesen und auch einigen wuscheligen "Straßenmixen" hervorgegangen sein.

In den 50er Jahren stellten sich einige Züchter dem Ziel, eine einheimische und rein russische Rasse zu züchten, die keinen Wert als "Arbeitshund" besaß. Dies war damals sehr untypisch; reine Schoßhundrassen galten als Luxus und bei den praktisch veranlagten Russen somit als überflüssig.

Ab 1958 war der Bestand der Tiere so weit herangewachsen, dass sie in der ehemaligen Sowjetunion als eigene Rasse geführt wurden.

Ende der 60er Jahre wurde der Boloka Zwetna das erste Mal auf einer nationalen Hundeausstellung in Moskau vorgestellt. In den 80er Jahren flaute das nationale Interesse an der niedlichen Hunderasse wieder ab, dafür stieg das internationale Interesse an. Um den Bedarf befriedigen zu können, entstanden auch in Moskau einzelne Zuchten.

Bereits in den 70er Jahren tauchten die ersten Bolonka Franzuska in der ehemaligen DDR auf. Diese wurden unter dem damaligen VKSK (Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter - dem einzigen Zuchtverein der DDR) gezogen und erhielten reguläre Papiere. Die durch die genetische Herkunft unweigerlich in den Würfen vorhandenen farbigen Welpen, die späteren Zwetnas, wurden jedoch ohne Papiere abgegeben.

In den 80er Jahren entstand dann die erste Bolonka Zwetna Zucht in der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Bolonka Franzuska vom VDH - sehr zum Leidwesen der damaligen Bologneser-Züchter - dem Bologneser zugeordnet und erhielt dadurch die FCI-Anerkennung; die Ahnentafeln wurden entsprechend abgeändert. Bei einigen Vereinen ist es heute noch möglich, den Bologneser offiziell einzukreuzen, trotzdem die Population der Bolonkas rapide angestiegen ist.

Anfang September 1991 gelang es bereits einigen ostdeutschen Züchtern, die Rasse beim UCI (United Kennel Clubs International) anerkennen zu lassen. 1997 gelang dann die Anerkennung durch die Russian Kynological Federation (RKF), dem russischen FCI-Dachverband. Eine FCI-Anerkennung wurde bis heute nicht erreicht, was zur Folge hat, dass auch der VDH den Bolonka Zwetna nicht als eigenständige Rasse anerkennt. Somit wird diese Rasse ausschließlich in Dissidenz-Vereinen gezüchtet.

Seit 2003 wird versucht, eine weitere Rasse, den "Deutschen Bolonka" zu etablieren. Dieser unterscheidet sich in einigen Punkten vom Bolonka Zwetna, u. a. in Größe, Gewicht und Fanglänge. Beim "Deutschen Bolonka" sind alle Farben erlaubt, auch reinweiß und Schecken mit mehr als 20 % Weißanteil.

Durch den steigenden Bekanntheitsgrad wurde der Bolonka Zwetna von den sog. Designerzüchtern entdeckt, d. h. er wird mit anderen Rassen gemixt, wie dem Malteser (Ma-Lonka), dem Havaneser (Hava-Lonka), dem Yorkshire Terrier (Yor-Lonka), dem Chihuahua (Chiwa-Lonka). Diese Mischlinge werden dann als Edelmixe, genannt Designerdogs, für viel Geld verkauft, was der in sich noch nicht gefestigten Rasse Bolonka Zwetna alles andere als zuträglich ist.

Der ehemals seltene Bolonka Zwetna ist auf dem besten Weg, ein Modehund zu werden. Ob das wünschenswert ist und zur Festigung, Anerkennung und Gesunderhaltung der Rasse beiträgt, ist zu bezweifeln.

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