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Glaukom

Glaukom – auch bekannt als "grüner Star" – ist eine Augenerkrankung, die eine Erhöhung des Augendrucks über den Normwerten (Normalwert Hund < 25 mmHg ) als Ursache hat. Der Begriff "Glaukom" fasst also verschieden Krankheiten mit einer Grundursache zusammen. Der Augeninnendruck wird vom Tierarzt mit Hilfe einer speziellen Untersuchung, der Tonometrie, ermittelt.

Um den Augendruck in einem gesunden Auge konstant zu halten, hat die Natur einen faszinierenden und komplizierten Ablauf entwickelt. Der intraokulare Druck wird normalerweise konstant gehalten, indem eine angemessene Produktion der inneren Augenflüssigkeit im Zillarkörper stattfindet. Dieser befindet sich hinter der Iris (Regenbogenhaut). Diese Flüssigkeit kann im gesunden Auge ungehindert von der Hinterkammer über die Pupille in den Kammerwinkel abfließen. Als Kammerwinkel wird die Stelle bezeichnet, wo Hornhaut und Iris im Bereich der Außenbegrenzung der Vorderkammer zusammentreffen. Wird der stetige Durchfluss des "Kammerwassers" behindert, steigt der Druck im Auge an.


Es wird unterschieden zwischen Primär- und Sekundärglaukom

  • primäres Glaukom mit offenem Kammerwinkel = meist im Alter
  • primäres Glaukom mit verschlossenem Kammerwinkel = akute Form mit anfallartiger Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall)
  • sekundäres Glaukom = Augeninnendruckerhöhung infolge einer anderen Augenerkrankung
  • angeborenes Glaukom = Hydrophtalmus

Augen blind

Das Primärglaukom ergibt sich meist aus einer erblichen Missbildung des Kammerwinkels, einer Goniodysplasie. Dazu sollte man wissen, dass nicht jede Veränderung im Kammerwinkel zu einem Glaukom führt. Die Gefahr für die Entstehung steigt jedoch mit der Ausprägung der Missbildung. Diese Erkrankung ist angeboren. Betroffene Augen erblinden im Laufe des Hundelebens, mal etwas früher, mal später. Vorerst wird mit Augentropfen versucht, den Augeninnendruck abzusenken. Bringt dies keinen Erfolg innerhalb eines bestimmten Zeitraums, so bleibt als Alternative nur eine Operation des betroffenen Auges. Allerdings sind die Prognosen auch in einem solchen Fall eher ungünstig und im schlimmsten Fall muss der Augapfel komplett entfernt werden.

Als Sekundärglaukom bezeichnet man alle Erhöhungen des Augendruckes als Folge bestehender oder durchlebter Augenerkrankungen.


Klinische Anzeichen

Die wichtigsten klinischen Anzeichen eines akuten Glaukoms sind, neben einer Vergrößerung des Augapfels, ein unspezifisches "rotes Auge", der Berührungsschmerz, eine meist weite Pupille, ein Hornhautödem und der akute Verlust der Sehschärfe. Gelegentlich ist ein Lidkneifen und Lichtscheue zu beobachten (es müssen nicht alle Symptome auftreten).

Tiere, die von einem Glaukom betroffen sind, leiden durch den erhöhten Augeninnendruck oftmals unter Kopfschmerzen, die migräneartig sein können. Das ist dann letztlich der Grund dafür, dass das Auge operativ entfernt werden muss. Das Tier ist zwar i. d. R. schon erblindet, aber der Augeninndruck bleibt erhöht, so dass die Entfernung des Auges notwendig wird, um dem Tier die starken Schmerzen zu nehmen (die bei manchen Hunden sogar zum Erbrechen führen).


Diagnostik

Die Untersuchung zur Bestimmung eines Glaukoms heißt Gonioskopie. Dazu wird eine spezielle Linse auf das betäubte Auge aufgesetzt. Durch diese Linse werden die Lichtstrahlen so gebrochen, dass der Kammerwinkel sichtbar wird und durch gleichzeitige Vergrößerung ist eine Beurteilung möglich.

Da Bolonkas sehr kleine Hunde sind, ist dies erst ab einem gewissen Alter und Größe möglich, da vorher das Auge zu klein für das Instrument ist. Die Untersuchung ist für das Tier schmerzfrei, bedeutet allerdings – wie jeder Tierarztbesuch - Stress für das Tier.


Folgen für die Hundezucht

In welchem Ausmaß diese Krankheit in den Genen der Bolonkas steckt, ist unbekannt. Fakt ist, dass Tiere dieser Rasse erkrankt sind. Einige Züchter lassen aus diesem Grund bei ihren Zuchthunden eine Gonioskopie durchführen. Zumindest bei aktiven fremddeckenden Rüden ist diese Untersuchung angeraten.

Diese Augenuntersuchung sollte nach Möglichkeit bei einer Klinik erfolgen, die der DOK (Dortmunder Kreis - Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen bei Tieren e.V.) angeschlossen ist.


Die Aufgaben des Vereins sind:

  1. die Standardisierung der tierärztlichen Augendiagnostik
  2. die Förderung und Fortbildung von Tierärzten und Tierärztinnen auf diesem Gebiet
  3. die Beratung und Information von Rassezuchtvereinen hinsichtlich der diagnostischen Möglichkeiten und ihrer Durchführung sowie der eventuell zu ergreifenden züchterischen Maßnahmen
  4. die Förderung der Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der erblichen Augenerkrankungen der Tiere
Quelle: http://www.dok-vet.de


Dieser Verein sammelt auch Ahnentafeln untersuchter Hunde, um bekannte Augenerkrankungen (nicht nur Glaukom) zu erforschen und herauszufinden, welche Rassen – und innerhalb dieser, welche Erblinien – besonders von den einzelnen Augenerkrankungen betroffen sind.

Man kann also irgendwann nachverfolgen (wenn genügend Ahnentafeln der Rasse Bolonka Zwetna gesammelt wurden), ob, wann und wo diese Erkrankungen aufgetreten sind, was wiederum für die Verpaarung von Zuchthunden eine große und überaus wichtige Rolle spielt.

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